Ausbildungsart: Lehrgang
Dauer: 25 Stunden an den Wochenenden
Ausbildungsort: Feuerwehr-Ausbildungszentrum des Landkreises
Voraussetzung: Truppmann 1, möglichst Sprechfunker, Mindestalter 18 Jahre, körperliche Fitness (Untersuchung G26.3)
Beschreibung
Der Bereich Atemschutz rückt immer stärker in den Vordergrund der Feuerwehren. In den wenigsten Brandeinsätzen wird auf Atemschutz verzichtet. Selbst beim PKW-Brand ist Atemschutz unverzichtbar. Brände an und in Gebäuden sind durch den Einsatz moderner Baustoffe immer gefährlicher geworden, dass das Brandverhalten immer schwieriger einzuschätzen ist. So ist auch das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung zwingend vorgeschrieben.
Nach der Grundausbildung (Truppmannausbildung Teil 1) können Kameraden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, am Atemschutzgeräteträger-Lehrgang teilnehmen. Dazu ist eine ärztliche Tauglichkeitsuntersuchung (G26.3) nötig.
Atemschutzgeräteträger müssen regelmäßig auf Tauglichkeit überprüft werden:
- Jährliche Übung unter realistischen Bedingungen oder Realeinsatz
- Jährliche theoretische Unterweisung
- Jährliche Belastungsprüfung (Atemschutzstrecke des Landkreises)
- Regelmäßige ärztliche Untersuchung (entsprechend des Alters)
Der Lehrgang beginnt sich mit den Grundlagen der menschlichen Atmung sowie dem Aufbau von Atemschutzgeräten. Die Handhabung der Geräte ist lebenswichtig für den Atemschutzgeräteträger. Praktisch starten die Teilnehmer mit einem „Gewöhnungsgang“ . Sie tragen eine Atemschutzmaske mit Filtergerät. Danach schultern sie ein komplettes Atemschutzgerät, wie sie es auch später im Einsatz tragen werden.
Abschluss des Lehrgangs ist die schriftliche, praktische und mündliche Prüfung.
Besondere Weiterbildung
Nach dem Lehrgang werden besondere Weiterbildungsmaßnahmen angeboten, die besucht werden sollten. Ortsintern wird hin und wieder ein Atemschutztag angeboten. Dabei wird das beim Lehrgang erlernte Wissen vertieft. Speziell das Vorgehen in den Innenangriff wird geschult: Öffnen von Türen, Rauchgasabkühlung, Schlauchmanagement, usw.
Einmal jährlich wird von der Stadtfeuerwehr eine Heißausbildung angeboten. In einem Brandcontainer wird die Brandbekämpfung unter realistischen Bedingungen trainiert.